Witthohgeister

Stand: 11.11.2017
Stand: 11.11.2017

Das Steinerne Kreuz beim Lohhof (seit 150 Jahren) wird als "Steinin Kreuz" schon im Jahr 1394 in einer Urkunde erwähnt. Hier stoßen heute noch die Grenzen mehrerer Markierungen zusammen, nämlich Tuttlingen, Emmingen, Möhringen und Hattingen. Der Grenzstein an diesem Punkt war in frühester Zeit schon wichtig. Hier hatten die alten Gaue Baar, Hegau und Scherragau eine gemeinsame Grenze: Württermberg (Tuttlingen), Klingenberg (Möhringen), Fürstenberg (Hattingen) und Nellenburg (Emmingen) waren hier Nachbarn. Die Alemannen hatten bei ihrer Landnahme noch keine Steine auf die Grenzen gesetzt. Sie markierten den Besitz, indem sie Zeichen in die Bäume schnitzen. Erst später wurden Marksteine gesetzt und auch Zeichen eingehauen. Das germanische Wort für einhauen heißt "lahan ". Daraus wurde danach der Grenzstein "Lachende Stein". Der "lachende Stein" auf dem Witthoh war in vielen Urkunden und auf den Karten ein besonders wichtiger Grenzort. Hier gingen Zwin und Bann zu Ende und das Gericht der Grafschaften reichte nur bis zu diesem Stein. Schelme und Halunken (Witthohgeister) versuchten auf ihrer Flucht den "lachenden Stein" zu erreichen, damit sie nicht mehr vom Gericht gestellt werden konnten. Manchen wird es trotz aller Eile noch erwischt haben, und die Sage hat von vielen erzählt, die gerade hier noch vor dem letzten Sprung gefangen und manchmal auch gehängt wurden. So war das Steininkreuz beim "Lachenden Stein" auf dem Witthoh nicht nur ein Grenzstein, sondern auch ein Sühne- und Bußkreuz am Wegrand. Aus dieser Sage entstanden zwei Fasnachtsfiguren, einmal der Witthohgeist und der Henker.

Holzmaske: Geisterfratze
1. Schnitzer: Labudda von Krissic F.
35 Mitglieder (davon 25 Erwachsene und 10 Kinder)
1. Sprecherin: Stefanie Marusits
2. Sprecherin: Eyleen Marusits